Blog     veit-segelreisen

 

Liebe Segelfreunde, mit diesem Blog möchten wir Euch in loser Folge über die aktuellen seglerischen Aktivitäten informieren. Neben den hier ausgeschriebenen Törns berichten wir auch über das Segeln am Bodensee.


 

Thailand 22.11. - 6.12.2014

Montag, 27. Oktober 2014 - in Asien


Anreise mit Hindernis

Ein langer Flug nach Singapore, aber mit Singapore Airlines waren wir gut beraten. Nach einem knapp 3 stündigen Aufenthalt im Transitbereich ging es weiter zur letzten Etappe nach Phuket. Dort angekommen, wartete eine ewig lange Schlange vor dem Zoll auf uns. Was leider nicht auf uns wartete, was das Gepäck des Skippers. 

Später stellte sich heraus, dass das Gepäck nach Indonesien fehlgeleitet wurde. Es soll am Samstag in unser Hotel gebracht werden. Das würde ja gerade noch zum Törnbeginn passen. Nur gut, dass der Skipper die für den Törn wichtigsten Dinge ins Handgepäck eingepackt hat.

 

Etwas Kultur Thailands

Ein herrlicher Blick von unserem "Übergangs" Hotelzimmer auf unser Segelrevier.

 

Am nächsten Tag war neben dem Auskundschaften des Supermarkts für unsere Einkäufe etwas Kultur angesagt. Zuerst besuchten wir eine buddhistische Tempelanlage. Obwohl dort sehr viele Touristen waren, hat uns das Gesehene sehr beeindruckt. Anschließend fuhren wir weiter zum "Riesenbuddha". Der steht auf einem Hügel im Süden der Insel Phuket, mit Blick auf das Meer. Ich befürchte, dass diese Stätte eine ewige Baustelle bleiben wird. Im Sockel des 45m hohen Buddhas befindet sich eine Gebetsstätte, die sich noch komplett im Rohbau befindet.

Abends hat uns unser Taxifahrer "Boon" in dem Restaurant Leamhin Seafood abgesetzt. Wieder einmal haben wir die Erfahrung gemacht, dass man auf Einheimische hören soll. Das Essen war einfach hervorragend.

 

Bootsübernahme und Einkäufe

Heute haben wir unsere Sunsail 444 übernommen. Ein Katamaran mit 4 Kabinen und viel Platz für Jeden. Leider hat das Wetter uns beim Einräumen der Lebensmittel einen ordentlichen Strich durch unsere Rechnung gemacht. Es hat über 4 Stunden am Stück wie aus Eimern geschüttet. Bei solchen Bedingungen die Lebensmittel trocken vom Taxi an das Boot zu bringen ist auch eine Art von Herausforderung.

 

 

 

Yacht Haven Marina

Um unsere letzten beiden Gäste abzuholen, fuhren wir heute zum Yacht Haven Marina. Die Kulisse der Inseln und Hügel des umliegenden Landes hat uns sehr beeindruckt. Es ist immer wieder spannend in einem neuen und unbekanntem Revier zu Segeln. Rechtzeitig vor dem derzeit allabendlichen Regenschauer mit einer kleinen Gewittereinlage sind wir in der Marina angekommen. Sehr freundlich haben die Thai's uns beim Anlegen geholfen und unseren nichtpassenden Stecker für Landstrom mit dem richtigen Stecker versehen. Abends sind wir dann in ein thailändischen Lokal zum Essen eingekehrt. Auch hier haben wir super gegessen. Als Aperitiv haben wir uns eine frische junge Kokosnuss mit einer Tequila-Einlage geleistet. Das wird wohl das Standardgetränk für diesen Törn.

 

Hafentag in der Yacht Haven Marina

Nachdem die letzten beiden Gäste angekommen sind und ein Crewmitglied medizinische Hilfe benötigte, haben wir uns zu einen Hafentag entschlossen. Unterstützt wurde dieser Entschluß auch durch die nicht so rosigen Wetteraussichten.

5 Crewmitglieder sind mit dem Taxi in den nächst größeren Ort gefahren, und lassen es sich bei einer Thai-Massage so richtig gutgehen. Der Skipper und ein weiteres Crewmitglieder haben das Dingi im Rahmen einer Hafenrundfahrt ausgiebig getestet. Und der 8. im Bunde hat einfach relaxt. So schön kann das Leben sein.

 

James Bond Insel und Stelzendorf

Endlich geht es los. Um 10 Uhr haben wir die Festmacher losgeworfen und sind aus der Yacht Haven Marina ausgelaufen. Nach einem kläglichen Segelversuch, sind wir mangels Wind unter Motor zur James Bond Insel gefahren. Dort haben wir in sicherer Wassertiefe (ablaufendes Wasser) geankert. Mit dem Dingi haben wir diesen berühmten Felsen umrundet. Hier konnten wir zum ersten mal die berühmten Longtailboote aus der Nähe betrachten. Diese Boote sind abenteuerlich, lang, schmal, bunt,und haben rießige offene Motoren, laut, laut und nochmals laut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Longtailbootfahrer noch etwas hören kann, die sind bestimmt alle taub.

Nach dem Ankerauf Manöver haben wir zu dem Stelzendorf Koh Pan Yi verholt und an einer Boje festgemacht. Abends nach dem Dinner an Bord (wir wurden von unseren koreanischen Gästen bestens bekocht) haben wir das Dorf besichtigt. Nur gut dass es Nacht war. Gut, wir waren nach dem üblichen Touristenstrom dort. Es war nicht einladend, aber interessant. Gerade noch mitten in den Slams, und drei Schritte weiter und wir standen unverhofft vor einer wunderschönen Moschee. Diese passte nicht so wirklich in das Umfeld des Stelzendorf. An Bord wieder angekommen waren wir alle wieder froh und haben unsere Kokosnuss, die unser Longtailbootfahrer gebracht hatte, genossen

 

Einsame Bucht und Scampies satt

Mangels Wind sind wir mit Motor in Richtung Süden gefahren. Es ist unglaublich wie viele Thai's mit ihren Longtailbooten zum Fischen auf dem Meer sind. Einen geraden Kurs kann man auch nicht fahren. Immer wieder muss den Fischernetzen ausgewichen werden.

Am frühen Nachmittag haben wir in einer einsamen Bucht den Anker fallen lassen. Endlich konnten wir ins Wasser zum Baden. Mit dem Dingi und unserem Kanu sind wir an den einsamen Strand gefahren. Kurz fühlten wir uns wie Robinson Crouse.

Später kam ein junges Thai-Paar mit ihren Lontailboot vorbei und verkauften uns ihre frisch gefangenen Scampies. Nach einer gefühlt endlosen Zeit des Puhlens (Darm entfernen) haben wir die Scampies mit einer Öl/Knoblauch/Limetten Mischung auf den Grill gelegt. Zusammen mit frisch gebackenem Brot und etwas Gurke und Tomaten war das ein ganz toller Genuss. Fast ein Captains Dinner.

 

Monkey Beach

Eigentlich wollten wir heute an Land zum Essen. Eine Vorhut der Crew fuhr mit dem Dingi an Land und reservierten in einem netten Restaurnt. Um den Weg mit dem Dingi wegen der rauhen Welle zu verkürzen, testete ein Crewmitglieder einen Weg über Land. Der schlussendlich durch den Dschungel führte und an einem Strand mit freilaufenden Affen endete. Das einsetzende Gewitter führte zusätzlich zu dem Schluss doch besser an Bord zu kochen.

 

Landgang Ao Nang

Auch heute kein Wind. Unter Motor sind wir nach Ao Nang gefahren. Ich glaube hier sind alle Longtailboote Thailands versammelt. Dieser Ort ist sehr touristisch ausgerichtet. Den Abend haben wir mit Landgang und einem hervorragendem Essen genossen. Die Hälfte der Crew hat es sich anschließend bei einer traditionellen Thaimassage gutgehen lassen. Die andere Hälfte hat die dem Dingilandeplatz naheliegende Bar getestet.

 

Ausflug Krabi

Am frühen Morgen schon fuhren die Longtailboote mit ihren ohrenbetäubenden Motoren an unserm Katamaran vorbei. An Ausschlafen war nicht zu denken. Nach dem Frühstück ging der Anker auf und wir setzten die Segel und unser neues Ziel war Krabi. Nach einer sehr spannenden Einfahrt zur River Marina Krabi legten wir wieder einmal an einem Steg an. Zuerst wurden die Wasservorräte aufgefüllt, der Mūll entsorgt und die Crew erfreute sich an einer Dusche in der Marina ohne mit dem Wasser sparen zu müssen. Abends Essen in einem Thairestaurant, und alle waren satt und zufrieden.

 

Traumstrand Koh Dam Hok am 1. Advent

In Krabi haben wir uns ein Frühstück geleistet. Anschließend ging ein Teil der Crew zur Thai Massage und der andere Teil zum Einkaufen. Kurz nach Mittag legten wir ab und steuerten Koh Dam Hok an. Bei der heutigen Ausfahrt von der River Marina Krabi hatten wir ca. 1/2 Meter weniger Wasser unter den Kiel. Auch wieder eine spannende Ausfahrt.

Gegen 15 Uhr haben wir den Anker vor Koh Dam Hok North geworfen. Ein wunderschöner Strand. Dingi, Kanu und Crew ins Wasser und alle waren glūcklich. So langsam lehrte sich der Strand von den Tagestouristen und wir waren fast alleine. Gegen später gesellte sich noch eine Yacht und eine Gület an unseren Anlerplatz. Welch ein herrlicher Platz. Heute war es Abends an Bord ganz still. Jeder genoss die Stimmung.

 

Schnorcheln am Traumstrand

Vor dem Frühstück hat die gesamte Crew am Boot gebadet. Ganz herrliches Wasser und richtig klar. Mit einem ersten Tourist und dessen Longtailbootfahren hatten wir einen netten Plausch. Die Affen scheinen der frühen Menschen am Strand ganz verwirrt. Sie beobachteten uns kritisch aus sicherer Entfernung von den Bäumen herab. Es stellt sich die Frage, wer vor wem mehr Respekt hat.

Da es zum nächsten Ziel nur eine kurze Strecke ist, haben wir gleich nach den Frühstück nochmals in den Korallen geschnorchelt. Selbst Feuerfische haben wir gesehen. Um die Mittagszeit haben wir den Anker gelichtet und sind in Richtung Koh Phi Phi Don gefahren. Teilweise sogar unter Segel! In der Ton Sai Bay haben wir einen Ankerplatz gesucht, was nicht so einfach war. Zum einen weil diese Bucht einfach voll von Booten ist und zum anderen weil der Ankergrund sehr schwierig ist.

 

Klettern, Schnorcheln und Tauchen

Ton Sai Bay brauche ich nicht mehr. Zuerst wegen der Ankerwache aufgrund des schlechten Ankergrunds. Dann die ersten krähenden Hähne, um 5 Uhr der Muizim und dann die Longtailboote mit ihren gnadenlos lauten Motoren. Ich hatte den Eindruck, dass es den Thai's besonders Spaß machte möglichst nahe an unserem Katamaran vorbei zu rasen.

Ein Crewmitglied haben wir am Morgen zum Klettern abgesetzt und der Rest fuhr nach Koh Phi Phi Lee in die Maya Bay (Drehort des Hollywood Films "The Beach"). Dort wurden wir für einen Tauchgang am Turtle Rock abgeholt. In Thailand ist es sehr schön zum Tauchen. Für 50 Minuten sind wir in die Unterwasserwelt Thailands abgetaucht. Hier zu Tauchen, steht dem im Roten Meer nichts nach. Zum ersten Mal sah ich einen Schwarm Feuerfische. Auch unsere Schnorcheler kamen auf ihre Kosten. Abends sind wir wieder zurück um unsere Kletterin abzuholen. Auch sie war ganz überwältigt. Koh Phi Phi Don ist eine sehr bekannte und beliebte Kletterdestination.

Abends haben wir auf der anderen Seite in der Lohdalum Bay geankert. Weniger knatternde Longtailboote, dafür mit Disko, aber morgens absolut still.

 

Endlich mal segeln

Endlich wieder Segeln. Heute meinte es Eos gut mit uns. Wir konnten den Großteil der Strecke nach Ao Yan unter Segel zurücklegen. Teilweise sogar mit bis zu 4 bft, ja inzwischen freuen wir uns über jeden Hauch von Wind. 

Mit dem Dingi sind wir Abends an Land zum Essen in das Ship In. Obwohl die Thai's angesichts unserer 8 köpfigen Crew überfordert waren, war das Essen sehr gut.

Mit dem aufziehendem Gewitter sind wir zurück auf das Boot. Bis jetzt hatten wir fast jeden Abend ein Gewitter. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass immer noch  Regenzeit ist. Aber wahrscheinlich verschieben sich hier die jahreszeitentypischer Wetter genau so wie bei uns.

 

Koh Rang Yai

Unter Segel sind wir direkt vom Ankerplatz weggesegelt. Vorbei an einer thailändischen Regatta mit wirklich sehenswerten Rennziegen. Später haben wir einen 4mastigen Luxussegler passiert, der sich dann bei näherer Betrachtung etwas weniger luxuriös gab. Das nächste Ziel war Koh Rang Yai. Diese kleine Insel hat einen wunderschönen Strand. Auch hier wieder viel Tagestouristen, die mit Speedbooten auf diese Insel gebracht werden. Eigentlich wollten wir hier zu Abend essen. Aber das Restaurant hat nur tagsüber  offen. Kurzerhand haben wir die Speisekarte an Bord geholt und das Essen zum Mitnehmen bestellt. Als das Essen fertig war, wurden wir vom Retaurant angerufen und wir haben mit dem Dingi das Essen an Bord geholt. Mit dem Dingi 8 Essen, teilweise mit Vor- und Nachspeise, und 8 geöffneten Kokosnüssen durch die Wellen der Speedboote unbeschadet an Bord zu bringen, macht man nicht alle Tage. Aber es hat geklappt. 

Nach dem Essen haben wir wegen der umliegenden Gewitter den zweiten Anker ausgebracht. Dann war es an der Zeit, den letzten Abend in einer Bucht zu genießen. So hing jeder seinen Gedanken nach, als sich die gesamte Crew auf dem Vorschiff zum Himmelgucken versammelte.

 

Perlen auf Koh Nakha Noi

Der letzte Tag ist leider schon angebrochen. Ein letztes Mal genießen wir das morgendliche Bad im Meer vor dem Frühstück. Nach dem Frühstück haben wir die Insel Koh Rang Yai besichtigt. Als extrem empfanden wir den Unterschied zwischen dem Bereich für die Touristen und den Behausungen der Einheimischen. Sehr gewöhnungsbedürftige Wellblechhütten, immerhin mit Fernseher (natürlich Flachbildschirme). 

Wir sind dann weiter zur Insel Koh Nakha Noi gefahren. Als wir mit dem Dingi an Land gefahren sind wurden wir ganz freundlich empfangen und nach unseren Wünschen gefragt. Nachdem wir unseren Wünsche nach Getränken und Besichtigung der Perlen geäußert hatten, wurden wir in einen schönen und ruhigen Bereich geleitet. Dort wurde für uns ein Tisch aufgestellt und ein Thai kam mit einer kleinen Auswahl von Perlen. Anschließend bekamen wir einen sehr interessanten und längeren Vortrag über Perlen. Tatsächlich hat ein Paar unserer Crew nach dem Vortrag eine Perle gekauft.

Wir saßen in einem lichten Palmenwald unmittelbar am Meer und eine leichte Brise kühlte uns. Wir alle haben dies so sehr genossen, dass wir noch ein Weilchen dort verbrachten und uns ein köstliches Essen servieren ließen. Ein würdiger Abschluss unseres Törns.

Leider ist die Zeit schneller fortgeschritten als es uns lieb war, und wir mussten aufbrechen um rechtzeitig in unserer Ausgangsmarina zurück zu sein.

 

Stopp Over in Singapure

Heute haben wir das Boot ausgecheckt, was absolut unkompliziert von Statten ging. Ich habe es noch nie erlebt, dass das komplette Auschecken im Büro des Basisleiters durchgeführt wurde. Andere Länder, andere Sitten.

Nach einem letzten gemeinsamen Frühstück zusammen mit der gesamten Crew ging es zum Flughafen. Diesen Törn schließen wir mit einem Stopp Over in Singapure ab.

 

 

Resümee

Bei diesem Törn haben wir 196 Seemeilen zurückgelegt. Davon mangels Wind einen Großteil unter Motor. Was aber den gefühlten Hightlights keinen Abbruch getan hat. Wir haben sehr schöne Strände erlebt. Klettern, Tauchen und Schnorcheln satt. Das Segeln in einem Tidenrevier mit Korallen ist anspruchsvoll und hat seinen Reiz. Dadurch, dass die Distanzen recht kurz sind, konnten wir unsere einzelnen Routen immer sehr gut an die wetterlichen Randbedingungen und den Wünschen der Crew optimal anpassen. Wir alle haben diesen Törn sehr genossen. Auch war es sehr interessant, da wir auf dem Boot mit 3 Nationalitäten vertreten waren.  


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