Blog     veit-segelreisen

 

Liebe Segelfreunde, mit diesem Blog möchten wir Euch in loser Folge über die aktuellen seglerischen Aktivitäten informieren. Neben den hier ausgeschriebenen Törns berichten wir auch über das Segeln am Bodensee.


 

Sizilien/Liparische Inseln

Mittwoch, 2. Oktober 2013 - in Mittelmeer


Freitag, den 4. Oktober 2013.

Vor dem Törn haben wir uns Palermo für zwei Tage angesehen. Untergekommen sind wir in einem B&B. Palermo ist eine sehr lebhafte Stadt, viel Verkehr und zum ansehen gibt es auch viel. Sehr beeindruckend waren die Katakomben. Der Königspalast, mit dem Parlament, hat es uns auch angetan. Und Abends Essen gehen in Palermo möchte ich nicht mehr missen. Morgen werden wir unser Boot übernehmen, die Crew empfangen und endlich in Richtung liparischen Inseln aufbrechen.

 


Unsere "Venus Planet"

Samstag, Sonntag 5./6.102013
Mittags haben wir unser Boot, eine Delphia 40, übernommen. Nach einer intensiven Putzaktion haben wir für die Crew eingekauft, die dann auch nach und nach eintrudelte. Abends sind wir dann noch in ein typisches italienisches Lokal zum Essen gegangen.

Am Sonntag sind wir nach der Sicherheitseinweisung um 13 Uhr ausgelaufen und haben den nicht ganz so gut riechenden Hafen Palermo verlassen. Anfangs war geplant nach Cefalu zu Segeln. Wir hatten zuerst auch schönsten Segelwind aus NNO mit bis zu 20 Knoten. Aber nachdem der Wind immer mehr auffrischte, 1. Reff im Groß, 2 Crewmitglieder Neptun opferten, Genua gerefft und später ganz weggerollt und schließlich das Groß ganz geborgen, nach einem echten MOB Manöver und Wind und Welle voll auf die Nase haben wir beschlossen nach Termini Imerese abzubiegen. Dort haben wir am Steg eines örtlichen Yachtclubs angelegt und den Abend ruhig ausklingen lassen.

 


Blick von Cefalu westwärts

Montag, den 7. Oktober 2013

Von Termini Imerese nach Cefalu mussten wir mit dem Motor fahren, und haben aber in der Bucht vor der Altstadt von Cefalu einen Badestopp eingelegt.

 

Cefalu selbst ist ein wunderschöner Ort. Viele verwinkelte Gassen und viele Läden, Geschäfte und Lokale die zum Verweilen einladen. Wir haben dann noch in einem Lokal auf dessen Balkon mit Blick auf das Meer ganz herrlich gegessen. Dieser Balkon war wie ein Schwalbennest an das Haus "geklept" und hing direkt über dem  Meer.

 


Alle drei nebeneinander

Dienstag/Mittwoch, 8./9. Oktober 2013
Auf dem Weg von Cefalu nach S. Agata Militello hat es der Wind etwas besser mit uns gemeint. Immerhin konnten wir die halbe Strecke unter Segel zurücklegen. Abends haben wir in der fast neuen Marina des Orts S. Agata Militello an der Muring angelegt. Hier lagen dann alle 3 Boote unserer Flottille nebeneinander. Abends haben wir uns auf dem Boot selbst bekocht und den Abend lustig ausklingen lassen. Irgendwie entwickelt sich unser Boot zum Partyschiff.

Am Mittwoch sind wir in Richtung der Insel Vulkano aufgebrochen. Leider musste ein Boot aus unserer Flottille einen Abstecher nach Orlando machen um dort die gerissene Genua nähen zu lassen. Ein schöner NW mit um die 3-4 bft hat uns einen herrlichen Segeltag beschert. Was uns veranlasste einige Segelmanöver zu üben, da ein Crewmitglied demnächst die Prüfung zum SKS ablegen möchte. Abends haben wir in der Bucht Porto Levante am Fuße des Vulkans geankert. 4 Versuche waren erforderlich bis das Grundeisen endlich so im Sand/Seegras hielt, dass der Skipper zufrieden war.

 


Auf Vulkano

Donnerstag und Freitag, den 10./11. Oktober 2013
Am Morgen sind wir auf den Vulkan gewandert. Vom Krater hatten wir einen super Blick. Zum einen in den Krater und zum anderen auf die umliegenden Inseln, Lipari, Salina, Panaera und Stromboli. 

Leider hat während der Wanderung der Wind um 180 Grad gedreht und die Bordwache hat den Anker aufgenommen und neu gesetzt. Dabei hat das Ankerauf Manöver über 1/2 Stunde gedauert. Auch beim Ankerauf vor der Fahrt nach Lipari machte die Ankerwinsch schlapp und die Ankersicherung löste immer nach 1 Meter aufgenommener Kette aus.

Kaum hatten wir in der Marina Pignataro angelegt, nahmen wir Kontakt mit der Charterbasis auf. Es wurde uns eine Reparatur am Freitag versprochen. Abends sind wir in den Ort gegangen und haben es uns gut gehen lassen.

 

Am Freitag mussten wir wegen der Ankerwinsch den ganzen Tag im Hafen verbringen. Nachdem sich herausstellte, dass die alte Winsch nicht mehr reparierbar war, wurde uns eine neue Winsch eingebaut. Während dieser Reparatur zogen mehrere Fronten über den Hafen. Am Boot habe ich 25 Knoten gemessen. Da der Hafen auf einer Seite offen ist, hatten wir ein heftiges Gewell das die Boote ordentlch durchgeschüttelt hatte.

 


Ankerbucht auf Panaera

Samstag, den 12. Oktober 2013
Nachdem wir unsere Vorräte wieder aufgefüllt hatten, sind wir zur Insel Panaera aufgebrochen. Ein schöner N-NE mit bis zu 4-5 bft brachte uns schnell dorthin. Kurz vor dem Ziel war sogar das 1. Reff erforderlich.
Die ursprünglich geplante Bucht war wegen der vorherrschenden Windrichtung nicht zu empfehlen. So sind wir westlich der Baia Milazzese gelandet. Dort benötigten wir 2 Ankerversuche, da neben dem ersten Ankelplatz eine Felsplatte war, auf der ein Crewmitglied darauf stand und nur bis zum Knie im Wasser war. Die nächste Bucht hatten wir für uns alleine, war aber so eng, dass wir einen Heckanker ausbrachten. Dieser war auch dringend erforderlich, da in der Nacht der Wind drehte. Beim obligatorischen Abtauchen des Ankers machte ein Crewmitglied die unangenehme Bekanntschaft mit einer Qualle. Dank sehr warmen Wickeln, essigsaurer Tonerde und dem entsprechenden Globoli, verabreicht durch die Skipperfrau, waren die Beschwerden am übernächsten Tag so gut wie weg.

 


Sonnenaufgang am Stromboli

Sonntag, den 13. Oktober 2013
Um 3 Uhr hat uns der Wecker aus dem Schlaf gerissen. Nach einer Tasse Kaffee haben wir die Anker gelichtet und sind unter Motor zum Stromboli gefahren. Spannend war es in der Halbmondnacht zwischen den Inseln um Panaera zu fahren. Schon aus der Weite sahen wir den Stromboli leuchten, wenn er sein Feuer ausspuckte.

Noch in der Dunkelheit kamen wir beim Stromboli an, und er beglückte uns mit seinem Schauspiel. Nachdem alle Boote aus der Flottille mit frisch gebackenem Brot versorgt wurden, konnten wir unser Frühstück vor Anker unter dem Stromboli genießen. Gegen 12 Uhr haben wir den Anker gelichtet und sind in Richtung Salina gesegelt. Unterwegs haben wir noch einen Badestopp in der herrlichen Bucht der Insel Lisca Bianca eingelegt. Nach weiteren schönen Segelmeilen haben wir gegen 18:30 Uhr die Marina erreicht, wo wir von den anderen Crews empfangen wurden. Das war ein langer und sehr schöner Segeltag.

 


Orlando

Montag, den 14. Oktober 2013
Heute war ausschlafen angesagt. Und morgens endlich Duschen und WC an Land in dem man sich so bewegen konnte, ohne irgend ein Körperteil anzustoßen.
Ein NE Wind schob uns mit guter Fahrt in Richtung Orlando. Es ist immer wieder schön die Weite der Meeres zu fühlen. Teilweise sieht man außer der eigenen Flottille kein weiteres Boot.
Nach dem obligatorischen Badestopp sind wir in die Marina S. Orlando eingelaufen. Abends haben sich dann die Crews aller drei Boote in einem typisch italienischem Lokal getroffen.

 


Marina Cefalu

Dienstag, den 15. Oktober 2013
Aufgrund der Wettervorhersage haben wir beschlossen einen langen Schlag mit 37 sm nach Cefalu zu machen. Somit haben wir uns einen Reservetag erarbeitet. Es ist für Mittwoch NW mit bis zu 28 Knoten Wind vorhergesagt. Natürlich genau aus der Richtung in die wir segeln wollen. Mit einem Charterboot, bei dem man die Segel nicht so trimmen kann wie es dieser Wind erfordern würde, macht das nicht wirklich Spaß. Sollte der Wind so kommen, werden wir einen schönen Tag in Cefalu mit Landgang verbringen.
Leider mussten wir den ganzen Weg von Orlando nach Cefalu, seglerunwürdig !-), unter Motor zurücklegen.

 


Cefalu Altstadt

Mittwoch, den 16. Oktober 2013

Heute ist Hafentag angesagt. Die Wettervorhersage hat Recht gehabt, wir haben in der Marina bis zu 38 Knoten Wind gemessen. Es war eine gute Entscheidung diesen Hafentag zu machen. Auch hatte die Crew dadurch die Möglichkeit sich das schöne Cefalu etwas näher anzusehen. 

In der Marina hatten die zurückgebliebenen Skipper alle Hände voll zu tun. Die Marina Cefalu ist nach einer Seite offen und somit stand eine heftige Welle im Hafen. Auch tat ein vernachlässigtes Nachbarschiff sein Übriges dazu.

 


Stromboli nach einer kleinen Eruption

Donnerstag, den 17. Oktober 2013

Endlich wieder segeln!
Die Nacht war unruhig, der Schwell in der Marina heftig. Die Venus Planet ruckte so heftig in die Festmacher, dass man sich um die Klampen so langsam Sorgen machen mussten.
Aber auf diese Nacht folgte ein super Segeltag. Wir hatten einen NW bis N mit 4 bft, in Böen 5, was will das Seglerherz mehr. Für den einen oder anderen war die Welle mit bis zu 2 Metern ein neues Erlebnis. Alle hatten ihren Spaß. Vor der Einfahrt in die Marina Termini Imerese legten wir noch eine kleine Segelstunde ein und übten dabei das "Mann über Bord" Manöver unter Segel für ein Crewmitglied das demnächst die SKS Prüfung ablegen möchte.
Um 16:30 Uhr legten wir an und lassen den Tag mit einem Glas Rotwein Revue passieren.

 


Palermo Hafenansicht

Freitag, den 18. Oktober 2013

Leider hat es der Wind nicht gut mit uns gemeint. Die letzte Strecke von Termini Imerese nach Palermo mussten wir unter Motor vornehmen. Eine vorbeiziehende Delphinschule entschändigte uns dafür.

Mit einem letzten Badestopp vor Palermo haben wir diesen Törn beendet.

 

 


Törn Liparische Inseln

Mit diesem Törn haben wir 273 Seemeilen zurückgelegt. Wir hatten fast alle Wetter, Starkwind, sind durch mehrere Gewitter gesegelt, hatten schönstes Segelwetter, auch Flaute und Sturm im Hafen. Leider war der Flautenanteil recht hoch, so dass wir etwas mehr als die halbe Strecke unter Motor zurücklegen mussten. Aber dies wurde durch die vielfältigen Eindrücke Siziliens und der Liparischen Inseln wieder wettgemacht. Besonders beindruckt hat die Wanderung auf den Vulkan auf der Insel Vulkano und die nächtliche Fahrt zur Insel Stromboli und dessen einmaliges Schauspiel als er in der Dunkelheit sein Feuer spuckte. Auch die sehr schöne Stadt Cefalu hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In den Tagen vor dem Törn haben wir Palermo angesehen. Auch diese Stadt hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nicht nur wegen den Katakomben.

 

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