Blog     veit-segelreisen

 

Liebe Segelfreunde, mit diesem Blog möchten wir Euch in loser Folge über die aktuellen seglerischen Aktivitäten informieren. Neben den hier ausgeschriebenen Törns berichten wir auch über das Segeln am Bodensee.


 

Segelsommer 2019 mit der voilà!3

Mittwoch, 5. Juni 2019 - in Mittelmeer

Unser 3. Sommer mit der voilà!3 auf der Adria.


Zum ersten Mal haben wir auf unserem diesjährigen Sommertörn die Sonne im Meer versinken sehen. Ansonsten war bei jedem Sonnenuntergang immer irgend eine Insel in Weg. 


... wenn die Sonne im Meer versinkt (nicht nur bei Capri)

Auch die Fahrt unter Motor hat seine Reize.

16./17. August 2019

Den Freitag haben wir in der Uvala Soline verbracht. Das ist eine schöne Bucht obwohl es dort so viele Bojen hat. Auch ist diese Bucht vor allen Winden gut geschützt, und zu guter Letzt hält sich die Gebühr im bezahlbaren Rahmen. Ich kann mir gut vorstellen hier den einen oder anderen Tag auch zum Abwettern von Schlechtwetter zu verbringen.

Am Samstag ging es zuerst unter Motor bis nach Rovinj. Dort haben wir einen Blick auf die nagelneue und teuerste ACI Marina geworfen. Sie sieht sehr stylisch aus. Nicht ohne Hähme stellten wir fest, dass sehr viele Liegeplätze nicht belegt waren. Sollte sich hier eine Sättigung abzeichnen, oder sind die Wassersportler nicht mehr bereit jeden Preis zu bezahlen?

Ein leichter Westwind hatte sich inzwischen durchgesetzt, so dass wir die letzten Meilen bis zur Uvala Crlena Zlemja vor der Marina Funtana doch noch seglerisch errreichen konnten.

 

14./15. August 2019

Am Mittwoch setzte sich die angesagte Bora durch. In der Marina selbst wehte sie mäßig und man konnte sich gut vorstellen wie es draußen zuging. Auch hatte keines der Transitboote die Marina am heutigen Tage verlassen, alle haben die Bora abgewartet - so wie wir.

 

Am Donnerstag ging es weiter mit der Rest-Bora. So sind wir zur Uvala Soline gesegelt, leider hat kurz vor dem Ziel der Wind abgestellt. Was aber nicht weiters tragisch war, da wir ohnehin in die tief eingeschnittene Bucht nicht hineinsegeln konnten. Eigentlich wollten wir in dieser Bucht Ankern, aber inzwischen sind hier gut 100 Bojen ausgelegt. Obwohl es August ist, konnten wir uns eine Boje so aussuchen, dass in unserer Nähe vorwiegend nur Eigneryachten waren. Das verspricht eine  ruhige Nacht zu werden.

 


... die Front

13. August 2019

Eigentlich hatten wir einen ganz entspannten Tag vor Augen. Lockere 12sm zu den Bojen vor Ilovik mit achterlichem Wind. Der NordNordOst lies uns die kurze Strecke in knapp 2 Stunden segeln. Kurz vor dem Ziel wurde das Groß eingerollt und unter Motor zu den Bojen gefahren. Oh Schreck, von den weit über 50 Bojen war keine einzige Boje frei. Plan B war gefragt, also weiter nach Mali Losinj. Die telefonische Anfrage ergab, dass alle 3 Marinas in Mali Losinj komplett belegt waren. Es ist halt doch August! Auch in der Hotelmarina Cikat und deren Bojenfeld bekamen wir keine Möglichkeit zum Anlanden. Also musste Plan C her, aber der war uns auch nicht so wohlgesonnen. Denn die Buchten von Unije waren ebenso belegt. Der dann entwickelte Plan D war die Lösung: wir überquerten kurzerhand den Kvarner und suchten in Medulin/Pomer einen Liegeplatz. Der NordOst mit 4-5 bft lies uns die knapp 30sm mit durchschnittlich weit über 7kn Speed in einer super Zeit absegeln. Das war auch gut so, denn wir segelten gegen die Zeit. Das Gewitter, herüberziehend von Ravenna (ITA), war die begrenzende Größe am heutigen Tag. Letztendlich legten wir um 1/2 8 abends in der ACI Marina Pomer neben ganz netten Nachbarn an. Kaum waren die Festmacher dichtgeholt, blitze und donnerte es. Ein langer Tag mit ersegelt 49sm geht zu Ende, auch eine Art seinen Geburtstag zu feiern, denkt sich nicht unzufrieden der Skipper.

 

12. August 2019

Der heutige Tag versprach sehr heiss zu werden, deshalb beeilten wir uns so schnell wie möglich die Marina zu verlassen. Heiße Tage in Marinas machen keinen Spaß da hier meist kein Hauch Wind geht. Bei der nächsten Bucht, die zu diesem Zeitpunkt noch leer war, haben wir unseren Anker in den Grund gegraben. Nachdem ich beim Abschnorcheln des Ankers diesen nicht finden konnte, haben wir beschlossen den heutigen Tag und die darauf folgende Nacht in der Uvala Martinšćica im Süden der Insel Cres zu verbringen. Der Anker war so tief eingegraben, dass ich nur an der im Schlamm endenden Kette seine Lage erahnen konnte.

 


Nerezine achteraus

10./11. August 2019

Am Geburtstag der Skipperfrau haben wir nach Nerezine verholt. Leider wieder unter Motor, da auch heute der Wind wieder ausblieb. Unterwegs legten wir in der Uvala Meli im Südosten der Insel Cres einen Badestopp ein. Hier war das Wasser glasklar und durch den Sand schimmerte es karibisch türkis. Welch  ein Genuss und die Temperatur des Wassers betrug 25Grad. Am Abend haben wir es uns in einer Konoba, die wir bereits von früheren Besuchen in Nerezine gut kennen, gut gehen lassen um Maria‘s Geburtstag gebührend zu feiern.

 

Der nächste Tag war der Verproviantierung, Wasser bunkern und sonstigen Dingen vorgesehen die man doch nur in einer Marina erledigen kann. Da es sehr heiss war und die Marina selbst nicht zum Baden einlud, sind wir am Abend an den Strand des benachbarten Campingplatz gegangen um uns eine schöne Abkühlung zu holen.

 


Reparatur nicht nur an Bord.

8./9. August 2019

Der Wetterbericht sagte keinen Wind voraus, was auch für die nächsten zwei Tage der Fall war. So haben wir am Donnerstag unter Motor die Insel Rab von Norden her entlang der Ostküste umrundet. Auf der Backbordseite sahen wir die hohen Berge des Festlands und auf der Steuerbordseite konnten wir die bizarre Formation der Ostküste von Rab beobachten. Da war es gar nicht enttäuschend, dass wir mangels Wind nicht segeln konnten, so waren wir von den Küsten des Velebitkanals beeindruckt.

 

Am Freitag packten wir die Fahrräder aus und machten einen kleinen Ausflug zur nördlichen Bucht der Insel Rab. Auf dem Weg dorthin hatte der Skipper an seinem Hinterrad einen kapitalen Reifenplatzer. So musste er zurück zum Boot um dort den Ersatzmantel- und schlauch zu holen. Nach erfolgreicher Reparatur ging es weiter zu dem kleinen Ort Ruzici. Dort fanden wir ein Tauchcenter. Nach dem Gespräch mit dem Chef und Tauchlehrer wurde beschlossen im nächsten Jahr hier einen Stopp einzulegen um den einen oder anderen Tauchgang zu absolvieren. Diese Tauchbasis macht einen sehr seriösen Eindruck, auch die Leihgerätschaften sahen sehr ordentlich aus.

 


Die ehemalige Gefängnisinsel Grgur

6./7. August

Nach einem ganz lässigen Buchtentag, mit Landausflug und viel Baden um das Boot, wurden am Mittwoch die Segel gesetzt. Es wehte ein Südsüdwest mit durchweg 4 - 6 bft. Dabei hatte sich über Nacht eine Welle von bis zu 1 1/2 m aufgebaut. Nur mit dem Großsegel lief die voila‘!3 vor achterlichem Wind mit teilweise 7,7 kn Geschwindigkeit durch die Wellen. So waren wir in kürzester Zeit an unserem Tagesziel angekommen. Das war die Uvala Sveti Grgur ( hl. Gregor) der ehemaligen Gefängnisinsel Grgur. Die Ruinen des Gefängnisses kann man besichtigen. Zuerst war es ein Frauengefängnis, das dann später für Militärzwecke umfunktioniert wurde. Erstaunlich ist, dass auf dem Hügel über dem ehemaligen Gefängnis mit Steinmauern weit sichtbar der Name Tito in den Hang geschrieben wurde.

 

 

 

5. August 2019

Um 7 Uhr wurde der Anker gelichtet und in die benachbarte Marina Losinj zum Tanken verholt. Anschließend ging es durch die Durchfahrt Privlaka in den Kvarner. Leider gab es keinen Wind, so dass wir die Strecke zur Bucht ohne Namen motoren mussten. Die Bucht in der wir ankerten hat tatsächlich keinen Namen, weder in der Papierseekarte noch im Plotter noch im Navionics noch im 888. Sie liegt im Südosten der Insel Cres und dort zwischen den Buchten Ul und Majiska. Diese Bucht hat einen sehr guten Ankergrund. Abends kommt manchmal Rotwild aus den Buschbäumen bis ans Ufer.

 

4. August 2019

Das ist der Weg, den die voila‘!3 an zwei Ankertagen in 12m Wassertiefe an 50m Kette „ersegelt“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. August 2019

Am Tag nach dem Durchzug der Gewitterfront wurden wir mit einem herrlichen Segeltag mehr als entschädigt. Der Nordwind mit 2-4 bft, in den Böen bis 6 bft, lies uns die Stecke von der Insel Ist bis zur Uvala Artatore der Insel Losinj mit einer schönen Kreuz absegeln. Andauernd ging es hoch am Wind durch die teilweise bis zu 1m hohen Wellen. Eigentlich ist das kein „Delphinwetter“. Normalerweise sieht man sie nur bei nahezu glattem Wasser. Dennoch konnten wir auf der Höhe der Insel Ilovič den Blas einiger Delphine in den Wellen ausmachen.

Am Ende der Strecke brieste es so auf, dass die Genua weggerollt werden musste. Da der Tag so langsam zu Ende ging haben wir für die letzten Meilen noch den Motor dazugeschaltet. Um 19 Uhr ging der Anker in der Uvala Artatore auf Grund.

 


Gleich schlägt die Gewitterfront zu

In Ist zu bleiben war eine gute Entscheidung. Am Freitagabend zog eine Gewitterfront durch, aus der Wind mit bis zu 40 Knoten herausblies. Zwei große Motorboote die neben uns vor Anker lagen, hat es gleich bei der ersten Böe ca. 200m vertrieben. Zum Glück war hinter ihnen kein anderes Boot. Auch eine Oyster, ein Segelboottyp von dem jeder Skipper träumt, fand sich nach dem Durchzug der Gewitterfront mehrere Bootslängen weiter achteraus.

 

31. Juli - 2. August 2019

Nach einem ganz gemütlichen Tag in der Bucht Zinčena ging es weiter nach Ist. Leider musste die gesamte Strecke unter Motor zurückgelegt werden, aber unsere Batterien haben es gedankt. Unterwegs hatten wir wieder eine Delphinsichtung. Es war diesesmal ein Einzeltier, das wohl den Anschluss zu seiner Delphinschule verloren hat. Dennoch ist die Freude über jeden gesehenen Delphin immer sehr groß.

In der Bucht vor Ist haben wir wieder an einem Bojenstein festgemacht. Wie gewohnt tauchte der Skipper zum Bojenstein und scherte die eigenen Leinen ein. Das gibt uns ein sicheres Gefühl und ganz nebenbei kostet das keine Gebühren.

Nachdem der DHMZ, die kroatische Wettervorhersage für Segler, den Durchzug eines Troges angekündigt hat haben wir uns zu einem weiteren Tag in der Bucht vor Ist entschlossen. 

 

30. Juli 2019

Endlich wieder Leinen los, wenn auch nur für eine kurze Strecke. Hafentage sind ganz schön, aber wir Segler gehören doch auf das Wasser. Ein kräftiger Nordwest mit Böen bis zu 6 bft lies uns die Strecke bis zur Uvala Zinčena in Rekordzeit segeln. Wie schön, die Bucht war fast leer, den Anker in den Meeresgrund eingegraben und ab ins Wasser zum Baden.

 

27. - 29. Juli 2019

Die Hafentage in Biograd wurden dazu genutzt um ein paar kleinere Reparaturen durchzuführen. Ersatzteile wurden eingekauft und natürlich haben wir unsere Vorräte für die Weiterfahrt aufgefüllt. Nachdem ich unglücklicherweise Maria‘s Handy in der Marina versenkt hatte, musste auch hier für Ersatz gesorgt werden. So waren die Biograder Hafentage sehr kurzweilig.

 

26. Juli 2019

Am letzten Tag des Segeltörns mit unseren Gästen meinte EOS, der Gott des Windes, noch einmal gut mit uns. Er schickte uns zum Abschluss eine schöne Brise Wind mit 2 – 4 bft aus Südöst und so konnten wir die gesamte Strecke von der Bucht Zinčena nach Biograd segeln. Bei diesem Törn hatten wir mehrmals Delfinsichtungen, soviel wie nie zuvor in einer Woche. Außerdem sahen wir auf dem Weg nach Skradin eine ausgewachsene Schildkröte.  In den 10 Tagen sind wir in der Inselwelt vor Biograd 249 Seemeilen gesegelt. Davon wohl ein paar Motormeilen, aber irgendwie müssen die Batterien auch mal geladen werden.

 

25. Juli 2019

Nach einer ruhigen Nacht an einer Boje ging unsere Reise weiter in Richtung der Insel Pašman. Die Windstille der Nacht hielt leider an und so mussten wir die Maschine anwerfen und unter Motor weiter cruisen. Am Westzipfel der Insel Pašman bemerkten wir eine riesige Motoryacht die ständig ihren Kurs änderte. Das veranlasste uns, einen Blick ins Fernglas zu werfen und was wir dann sahen, machte uns alle glücklich. Der Grund für das merkwürdige Manöver dieser Yacht war eine sehr große Delfinschule und diese schwamm auf uns zu. Nach wenigen Minuten waren wir den Delfinen ganz nahe. Ein wunderschönes Erlebnis das alle an Bord faszinierte. Es waren Delfinmütter mit Babys dabei, die ganz dicht bei den Müttern schwammen. Dann gab es die Gruppe der „jungen Wilden“ deren größter Spaß es war mit großer Geschwindigkeit aus dem Wasser zu schießen, sich dabei zu drehen und mit dem hellen Bauch nach oben wieder im Wasser zu verschwinden. Ebenso gab es wohl einige „gesetztere“ Delfine, die ganz gemächlich durch die Adria schwammen. Wir sind der Delfingruppe ganz vorsichtig und langsam gefolgt und wir waren am Ende absolut erstaunt, dass wir gut eine dreiviertel Stunde bei den Delfinen sein durften. Das war ein ganz besonderes Erlebnis und war lange Zeit das Gesprächsthema an Bord.

Unser Tagesziel war die Bucht Zincena, wo wir den Anker warfen und erst einmal nach einem heißen Sommertag bei 22° Grad Wassertemperatur ein erfrischendes Bad nahmen.

Ein Crewmitglied hat jede Nacht an Deck geschlafen und berichtete am Freitagmorgen, dass die Delfine  gegen 3 Uhr morgens in der Bucht gewesen sind. Er wurde von den Atemgeräuschen der Delfine wach.

 


Löschflugzeug im Einsatz

24. Juli 2019

Nach dem Frühstück am Mittwoch ging es unter Motor zum Wrack. Hier war viel los, es ankerten ca. 15 Boote um das Wrack herum. Dementsprechend waren auch sehr viele Schnorchler am Wrack.

Anschließend segelten wir in Richtung der Insel Molat zurück. Leider brannte hier die Südspitze der Insel. Es dauerte nicht lange bis die Löschflugzeuge ihre Arbeit aufnahmen. Zum Glück war das Feuer nach kurzer Zeit gelöscht.

Auf dem Weg zu unserem Tagesziel konnten wir mit dem achterlichen Nordwestwind sehr schön vor dem Wind kreuzen.

In der Bucht Pavlešina im Norden der Insel Ugljan waren zwei Ankerversuche leider erfolglos, so dass wir in die Bucht Muline verholt hatten. Auch hier fanden wir nur felsigen Untergrund zum Ankern. Aber zum Glück gibt es in dieser Bucht Bojen. Im Nachhinein war es gut, dass wir an der Boje festgemacht hatten. Denn im Ort Muline konnten wir einkaufen, auch fanden wir eine nette Konoba und wir konnten am nächsten Morgen an der Pier unsere Wassertanks füllen.

 


Regatta!

23. Juli 2019

Für den heutigen Dienstag haben wir uns eine etwas längere Strecke ausgesucht. Das Ziel war die Bucht hinter der Insel Bjguljski von Molat. Zuerst konnten wir mit der „Rest“Bora aus den er Nacht segeln. Mit 3-4 bft und halben Wind ging es zügig los. Das ging gut bis zur Insel Iz, dort haben wir uns von Windloch zu Windloch gequält. Aber unsere Geduld wurde belohnt. Um die Mittagszeit drehte der Wind aus Nordwest und teilweise bis 5 bft, in den Böen 6 bft, auf.

Unterwegs hatten wir eine kleine Regatta mit einer Oceanis, die letztendlich zu unseren Gunsten ausfiel. Auch hatten wir heute zweimal das Glück Delphine zu sehen. Am Abend erreichten wir unser gewünschtes Ziel.

 

 

 

 

 


Kleiner Market auf der Insel Zut

21./22. Juli 2019

Am Sonntag ging es mangels Wind per Motor vom Ankerplatz in der Bucht von Rogoznica zur Insel Zirje. Auf den halben Weg hatten wir eine Delphinsichtung. Es war eine große Delphinschule mit Jungtieren. Es ist immer wieder ein Vergnügen zuzusehen wie die Jungtiere komplett aus dem Wasser springen und sich oft rücklings in Wasser zurückfallen lassen. Am frühen Nachmittag machten wir an der reservierten Boje in der Bucht Stubica fest. Es folgte ein gemütlicher Nachmittag mit Baden und SUP. Am Abend sind wir zu der byzantinischen Ruine gewandert und haben anschließend den Abend mit einem leckeren Essen in der Konoba Stubica ausklingen lassen.

Für den wenigen Wind am Sonntag wurden wir am Montag mehr als entschädigt. Gleich nach dem Auslaufen aus der Bucht konnten wir die Segel setzen und sind hoch am Wind erst mal in Richtung offenes Meer gesegelt. Nach der ersten Wende konnten wir unser Tagesziel fast anliegen. Mit der Zeit drehte der Nordwest so auf, dass wir die Segel reffen mussten. Obwohl wir aus Bequemlichkeit das Dingy im Schlepp hatten fuhr die voila‘!3 mit bis zu 8 kts, welch eine Freude.

Am geplanten Ankerplatz zwischen der Insel Zut und dem vorgelagerten Inselchen  Zutskaaba konnten wir den Anker nicht so einfahren, dass der Skipper zufrieden war. Zumal für die Nacht eine mäßige Bora angesagt war. Somit haben wir die 5 sm zur Marina Zut im Norden der Insel per Motor verholt. Dort haben wir noch eine der letzten Bojen ergattert.

 

20. Juli 2019


immer wieder schön, die Krka Wasserfälle.

18./19. Juli 2019

Am Mittwoch hatten wir einen schönen Segeltag. Unter Vollzeug und einem Südwestwind mit bis zu 3 bft segelten wir bis in die Bucht Mirine. Wie gewohnt fanden wir dort auf Anhieb einen guten Ankerplatz.

Am darauffolgenden Tag konnten wir leider nur 7 Meilen von der 20 Meilen langen Strecke nach Skradin segeln. Wir wurden dafür aber auf eine besondere Art entschädigt. Zuerst konnten wir an der ersten Brücke einen Bungeesprung beobachten. Aber die Krönung war nach der ersten Biegung des Flusses Krka eine Schildkrötensichtung. Nur schade, dass nicht jeder von unserer Crew in diesen Genuss kam. Denn die Schildkröte ist nur kurz aufgetaucht und war im nächsten Moment wieder untergetaucht. 

 


Hauptsache Segeln!

16./17. Juli 2019

Die neuen Gäste sind eingetroffen und nach dem obligatorischem Einkaufsmarathon und der anschließenden und unabwendbaren Sicherheitseinweisung konnten wir endlich wieder auslaufen. Kaum haben wir die Marina Kornati verlassen wurden die Segel gesetzt. Der Nordwest mit zunächst 2-3 bft schob uns bis an das südliche Ende von Pašman. Hier drehte der Wind auf West und legte auf 4-5 bft zu. Wir segelten mit 70% Groß und 80% Genua hoch am Wind und dennoch lief das Boot mit über 7 kts. Das war für die neuen Gäste ein super erster Segeltag, den wir traditionsgemäß mit dem allseits beliebten Captain‘s Dinner in der Uvala Zinčena der Insel Pašman ausklingen liesen.

Auf dem Weg zur Bucht haben wir ein ganz besonderes Boot beobachten können. Es ist erstaunlich, mit was man segeln kann ;-)

 


“Unsere“ zwei Bojensteine in 5m Wassertiefe

13. - 15. Juli 2019

Die Tage in der Bucht vor der Insel Ist haben wir sehr genossen. Irgendwie ist uns diese Insel ans Herz gewachsen. Wir liegen sicher am Bojenstein, es sind kleine Wanderungen möglich, im kleinen Supermarkt können wir uns mit dem Nötigsten versorgen und eine kleine Konoba mit normalen Preisen verführt uns das eine oder andere mal die Kombüse kalt zu lassen.

Am Montag ging es in einem Zug von Ist nach Biograd, teilweise unter Motor und ein gutes Drittel der Strecke doch noch unter Segel. Eine mäßige Bora, teilweise bis 22 kts, blies durch den Zadarski- und den Pasmanskikanal. Heute war gemütliches Segeln angesagt, somit wurde nur die Genua gesetzt und das Groß wurde nicht ausgerollt. Das war eine völlig ausreichende Segelfläche. Die voila‘!3 rauschte mit bis zu 7,5 kts durch die kleine Welle. Es war nett zuzusehen wie zwei Charterboote, die unter Vollzeug segelten, von einem Sonnenschuß und den anderen fuhren. Am Ende waren wir, nur unter Genua segelnd, vor den anderen Beiden in Biograd ;-)

 


Die Lady B unserer Freunde

9. - 12. Juli 2019

Am darauffolgenden Tag konnten wir zumindest die halbe Strecke zur Uvala Siroka der Insel Ist segeln. Dort angekommen haben wir mit zwei Festmachern an einem Bojenstein die voila‘!3 gut vertäut. Ein Trog mit der Frontstörung zog über die Adria hinweg und brachte Gewitter und Bora mit sich. Von der Supergewitterzelle, die zuerst über Venedig sich austobte und dann Richtung Rimini weiterzog, haben wir noch die Ausläufer abbekommen - und das war auch nicht ohne. Somit verbrachten wir die nächsten Tage am sicheren Bojenstein.

Am 11. Juli haben wir uns mit Freunden hier in der Bucht getroffen. Sie sind mit ihrem Boot und einem gemeinsamen Freund auf der Überführung von Novigrad nach Brindisi. Wir verbrachten zusammen einen sehr schönen Abend zuerst auf dem Boot unserer Freunde, dann in der Konoba auf der Insel und anschließend zum „Absacker“ auf der voila‘!3.

Am 12. Juli sind unsere Freunde weitergezogen und wir werden noch ein bis zwei Tage hier in der Bucht verbringen bevor es wieder nach Biograd zurück geht. Das gibt uns die Gelegenheit noch etwas mit dem SUP zu üben.

 


... und wieder ein schöner Sonnenuntergang.

Steinmännchen auf Dugi Otok

7./8. Juli 2019

Heute am Sonntag ging es früh los, der Plan war in das Naturschutzgebiet „Telaščica“ zu fahren. Von der Insel Zirje bis zur ersten Insel der Kornaten konnten wir segeln, aber das erste Stück durch die Kornaten musste dann der Motor ran. Im Kornati-Kanal selbst hatten wir einen Südwind, so dass wir mit halben bis raumen Wind bei herrlichem Wetter durch die Kornaten  segeln konnten. Stellenweise konnten wir bis zu 7 kts von der Logge ablesen. Als wir die Kornaten verliesen zogen Wolken auf, die nichts gutes erhoffen liesen. Am frühen Nachmittag legten wir an einer Boje der Uvala Mir an. Gleich darauf ging es zur obligatorischen Wanderung am Salzsee Mir entlang zur Steilküste der Insel Dugi Otok. Es ist immer wieder beeindruckend die unzähligen Steinmännchen, die die Wanderer aufschichten, zu sehen. Mit einem kalten Karlovačo im Restaurant Mir haben wir die Wanderung beendet.

Nach einem super Essen an Bord ging der Abend zuerst schön zu Ende. Es war nahezu windstill und auf der Adria draußen und am Festland tobten sich einige Gewitter aus. Es kam wie es kommen musste, ein Gewitter zog direkt über unsere Bucht. Es war unglaublich, wie schnell der Wind von Null auf Voll über die Bucht herfiel. Am Ende waren es bis zu 50 Knoten Wind. Von den umliegenden Booten trieb das eine oder andere SUP und Dingy durch die Bucht. Nach einer halben Stunde war der Spuk vorüber und wir waren froh dass bei uns alles o.k. war.

 

Am Montag verlegten wir mangels Wind per Motor zur 30 Seemeilen entfernten Marina Veli Rat am nördlichen Ende der Insel Dugi Otok. Auch am Montagabend zog wieder ein starkes Gewitter durch. Aber dieses Mal mit Regen und der Wind, wie am Vorabend, blieb aus.

 


Die voila‘!3 vor der Konoba Tratinska 

6. Juli 2019

Heute war ein ganz besonderer Tag für unseren Schweizer Gast. Er hat an der Position 43°38,43’ N, 15°41,15’ E seine 1000. Seemeile für den schweizerischen Hochseeschein absolviert. Dazu wurde die Schiffsglocke geschlagen und eine Flasche Sekt geöffnet. Und als ganz besonderes Schmankeln gab es dazu noch eine Delphinsichtung.

Damit nicht genug segelten wir bei bestem Wetter, wolkenlos, eine Brise mit 2-3 bft aus Südwest und hoch am Wind aus unserer Ankerbucht heraus bis an das Bojenfeld der Uvala Tratinska der Otok Zirje. Auf dem Weg dorthin hatten wir kurz vor der Einfahrt zur Uvala Stubica  nochmals eine Delphinsichtung.

 

— Was für ein Tag !!! —

 

 


Alle Spielzeuge ausgepackt 😉

5. Juli 2019

 

— Buchtentag in der Uvala Mirine —

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

4. Juli 2019

Eines der schönen Erlebnisse beim Ankern in einer Bucht ist das Baden vor dem Frühstück, wie haben wir das heute genossen. Nach dem Frühstück haben wir den Anker gelichtet und kaum waren wir aus der Bucht heraus, wurden die Segel gesetzt. Mit einem angenehmen Wind aus Nordwest bis West und mit bis zu 4 bft segelten wir bis auf eine viertel Meile an unseren Ankerplatz in der Uvala Mirine heran. Uvala Mirine ist unsere Lieblingsbucht, sehr guter Ankergrund, trotz dem lehmigen Grund klares Wasser, wenig andere Boote und schönes Ambiente. 

Schon bei der Anfahrt zur Bucht sahen wir am benachbarten Hügel Rauchwolken und zwei Löschflugzeuge im Einsatz. Die hatten wohl zu früh aufgehört, denn kaum lagen wir am Anker, hat der Wind das Feuer wieder angefacht. Daraufhin sind 3 Löschflugzeuge bis in den späten Abend geflogen und haben versucht das Feuer zu löschen. Es war imposant, wie die Löschflugzeuge in der Nachbarbucht Wasser aufluden und dann direkt über unserem Boot ihre Kurve zum Brandherd drehten. Leider sind in der Nacht die Brandherde wieder aufgeflackert, aber zum Glück weht fast kein Wind mehr. Hoffentlich geht die Sache gut aus. Morgen werden wir es sehen.

 


Der Skipper mit seinem neuen Spielzeug

2./ 3. Juli 2019

Seit einem Jahr hegen wir den Gedanken ein SUP zu kaufen. Platz, Geld und einige weitere Bedenken haben uns bisher von einem Kauf abgehalten. Aber nach reiflichen Überlegeungen waren für alle Bedenken eine Lösung gefunden und Maria und ich marschierten in Biograd in den Nautic Shop. Dort angekommen fanden wir das passende Modell und der Preis war auch o.k.. Letztendlich trugen wir das Paket zum Boot, wo es sofort ausgepackt wurde und dann haben wir das Objekt unserer Begierde vorerst einmal an der Reling verzurrt.

Am nächsten Tag segelten wir mit unseren neuen Gästen von Biograd zur Uvala Kosirina. Ein super Nordwest bis West mit bis zu 5 bft schob uns voran, so dass wir am frühen Nachmittag den Anker fallen liesen. Es war noch genug Zeit zum Chillen, Baden und natürlich das SUP einzuweihen. Alle, die Gäste und wir, hatten mit dem SUP rießigen Spaß.

Traditionsgemäß liesen wir den Tag mit dem abendlichen Captains‘ Dinner (Dorade mit Folienkartoffeln) ausklingen.

 

29. Juni 2019

Leider war mit dem heutigen Samstag dieser wunderschöne Törn zu Ende. Nach dem Frühstück ging es die letzten 8 Seemeilen zurück nach Biograd.

Unsere beiden Gäste, Dijana und Daniel, wollten gar nicht mehr von Bord. Wir, die Skipperin und der Skipper sind stolz, wieder einmal Segelneulinge mit dem Segelvirus erfolgreich infiziert zu haben. Alle, die Gäste und wir blicken auf eine sehr schöne Segelwoche zurück, mit wunderschönen Segeltagen und nicht weniger schönen Abenden in Kroatien’s Buchten. Ganz besonders blieb der grandiose Sternenhimmel am letzten Abend in der Bucht in Erinnerung, den wir ohne Fremdlicht beobachten konnten.

 


Blick von der Konoba auf die Uvala Landin.

27./28. Juni 2019

Am gestrigen Mittwochabend haben wir uns in der Bucht Arta Mala ein kleines Festmahl gegönnt, toskanisches Schweinefilet mit Nudeln. Das war ein Hochgenuss, auch deshalb weil wir uns am Vorabend in der Konoba Stubica auf eine typisch kroatische Grillplatte gefreut hatten, aber es dort dies nicht angeboten wurde. Somit konnten unsere Mädels mit dem Filet bei uns Männer super punkten.

Am Donnerstag (27.06.2019) sah es morgens nach einem Motortag aus. Aber heute war uns der Windgott wieder einmal wohlgesonnen. Mit einem ordentlichen Nordwest konnten wir bis auf 2 Seemeilen an unser gewähltes Ziel heransegeln. Am frühen Nachmittag ankerten wir in der Uvala Zinčena der Insel Pašman. Abends blieb die Kombüse kalt und wir unternahmen eine kleine Wanderung in die benachbarte Bucht Landin um in der dortigen Konoba zu essen. Weil alle Tische reserviert waren hat uns die Crew der Konoba ihren Personaltisch überlassen. Satt nach dem guten Essen wanderten wir zur voila‘!3 zurück.

Am darauffolgenden Tag wurde einstimmig beschlossen noch einen Tag in der Bucht zu verbringen und die geplanten Spagetti für das Abendessen ausfallen zu lassen und nochmals die Konoba der Uvala Landin zu besuchen.

 


Uvala Arta Mala

26. Juni 2019

Nachdem es am gestrigen Abend doch etwas später wurde, war heute Ausschlafen angesagt. Nach dem Frühstück haben wir erst mal ausgiebig im glasklaren Wasser der Uvala Stubica gebadet. Um die Mittagszeit wurden die Leinen von der Boje gelöst und gleich am Ausgang der Bucht gingen die Segel hoch. Auch heute hatten wir wieder einen perfekten Segeltag. Westwind mit 3-5 bft, den wir mit unserer voila‘!3 hoch am Wind nahmen. Es war wieder eine Freude mit unserem „Kahn“ bis zu 30 Grad an den Wind zu segeln. Am Nachmittag ging unser Anker in der Uvala Arta Mala bei 7m Wassertiefe mit 40m Kette auf Grund.

 


 Leuchtturm vor Rogoznica 

 

24./25. Juni 2019

Wir hatten zwei super Segeltage, 3-4 bft und der Wind aus genau der richtigen Richtung. Heute sind wir die 20sm von Rogoznica zur Uvala Stubica der Insel Zirje an einem halben Segeltag abgesegelt. Dort angekommen, bereits kurz nach 14 Uhr, war nur noch eine Boje frei. Nach dem obligatorischen Bad haben wir die Ruine besucht und sind anschließend in der Konoba Stubica eingekehrt. An Bord haben wir dann diesen herrlichen Tag gebührend mit Pivo, Grappa und Cöxle ausklingen lassen.

Der Wettergott meint es wirklich gut mit uns. Jeden Tag steigt der Luftdruck um 1mbar. Morgens eine leichte Bora dann tagsüber drehend auf N-NW-W zunehmend bis zu 5bft. Kein Wölkchen am Himmel und Nachts sternenklar. Segler, was willst Du mehr!

 


Leckere Dorade

22./23. Juni 2019

Nach dem Eintreffen der beiden Gäste am Samstagabend erfolgte das übliche Einkaufen und das Besprechen des Törns. Am Sonntag nach der Sicherheitseinweisung konnten wir endlich auslaufen. Es wehte eine prächtige Nordwestbrise mit 4-5 bft die uns nur unter Genua in kurzer Zeit zur Uvala Kosirina der Insel Murter schob. Kosirina ist bei den Böötlern eine sehr beliebte Bucht und heute besonders, weil sie durch ihre Lage gut vor dem Nordwestwind schützt. Der erste Ankerversuch war sogleich erfolgreich, bei knapp 10m Wassertiefe haben wir gute 35m Kette gesteckt und den Anker mit über 2000 U/min kräftig eingefahren. Diesen schönen Segeltag haben wir dann mit dem schon fast traditionellem Captains Dinner, Dorade im Backofen gedünstet und Folienkartoffwln vom Grill, abgeschlossen.

 


Wunderschöner Sonnenuntergang in Biograd

20./21. Juni 2019

Am gestrigen Abend hatten wir das Vergnügen eine besondere Hausmusik zu genießen. Bei uns in der Nähe lagen zwei Motorboote nebeneinander. Die beiden Skipper waren wohl befreundet und beide sind Musiker. Einer spielte Klarinette und der andere Flügelhorn und von den Booten aus der gesamten Bucht gab es nach jedem Musikstück Applaus wie in einem Konzert. Jetzt sind wir beide keine ausgesprochenen Klassikfans, aber tausendmal besser als eine gröhlende, besoffene Crew aus dem östlichen Bereich unseres Kontinents.

Nach zwei wunderschönen Tagen in der Uvala Zincena haben wir heute nach Biograd verholt. Mit unserer heutigen Ankunft in Biograd ist die Überführung von Aprilia Marittima beendet. Obwohl wir wegen des engen Zeitplans Bedenken hatten, haben wir diese Überführung sehr genossen. Es waren auch einige schöne Buchtentage möglich.

 

19. Juni 2019


Ein Tag in der Bucht kann so schön sein!

Das Wrack

17. und 18. Juni 2019

Nach einem schönen Tag an der Boje in der Bucht der Insel Ist ging es am 19. Juni weiter. Um 8:30 Uhr wurden die Leinen gelöst und (leider) unter Motor fuhren wir am Wrack nordwestlich vom Nordende der Insel Dugi Otok vorbei. Noch kann man ein paar Teile des Wracks aus dem Wasser ragen sehen, das wird aber jedes Jahr weniger. Der Zahn der Zeit, Wind, Welle und Salzwasser hinterlässt seine Spuren.

Dieses Mal sind wir an der Westseite von Dugi Otok entlang gefahren. Besonders am südlichen Ende, auf Höhe des Salzsee Mir, ist die Steilküste sehr beeindruckend. Auch die Durchfahrt Mala Proversa zwischen Dugi Otok und den Kornaten (Insel Katina) ist jedesmal ein Erlebnis. Das glasklare Wasser bei teilweise nur 3-4m Wassertiefe in der Durchfahrt ist einfach immer wieder schön zu sehen.

Am Ende das Motortags (wenigstens waren danach die Batterien voll), ging der Anker in der Uvala Zinčena der Insel Pašman auf Grund.

 


Tagesausklang in der Bucht von Ist, von Sonnenuntergang bis Mondaufgang.

Eigene Leinen am kräftigen Bojenstein — super!

15./16. Juni 2019

Nachdem wir so gute Wegstrecken zurücklegen konnten, dem Wind - dessen Richtung und Stärke sei Dank, haben wir uns am 15. einen super gemütlichen Buchtentag gegönnt  - - Dolce Vita pur.

Dafür haben wir am Sonntag um 7:30 Uhr den Anker gelichtet und sind zuerst mangels Wind 1 1/2 Std. motort. Dann aber kam der angesagte Nordwest mit 3-5 bft, der uns schnell zur Insel Ist segeln lies. Spannend war der erste Blick in die Bucht, sind Bojen da? Oder ist die Bucht voll? Weder noch, nur ein Motorboot war zu sehen und keine Bojen. Also haben wir wie im letzten Jahr nach den Bojensteinen gesucht aber zuerst keine gefunden. Also erst den Anker raus, ihn eingefahren und abgetaucht. Es kam wie es kommen musste, der Anker lag auf der Seite in nur 10cm flachem Sand. Beim Abtauchen des Ankers habe ich dann doch noch einen Bojenstein gefunden. An dessen Bügel habe ich zwei eigene Festmacher eingeschoren, den Anker gelichtet und an dem Bojenstein mit den eigenen Festmachern die voila‘!3 vertäut. Besser kann man ein Boot in einer Bucht kaum festmachen, das reine Skipperberuhigungsprogramm.

 


Abendstimmung in der Uvala Vognisca

14. Juni 2019

Heute war kein Tag zum Segeln. Da der Motor sowieso ran musste, beschlossen wir eine lange Strecke zu machen. So haben wir um 6:10 Uhr (!) von der Boje in Poreč abgelegt und sind bis auf 8 sm unter Segel die 53 sm unter Motor zur Insel Unije gefahren. Um 16:30 Uhr fiel der Anker auf 8m Wassertiefe in der Bucht Vognisca. Somit haben wir uns einen Tag in der Bucht „erarbeitet“. Denn für morgen ist ebenso kein Wind angesagt und wir werden es uns morgen in der Bucht gemütlich machen.

 

 


Eine ware Freude, 6,4kn Fahrt über Grund bei 9,1kn wahrem Wind.

13. Juni 2019

Endlich, die voilà!3 ist für den Kroatien-Sommertörn 2019 gut vorbereitet. Alles unnötige Material und Werkzeug ist von Bord in den Keller gewandert. Lebensmittel sind gebunkert und das Boot wurde gereinigt.

Heute hieß es um 6 Uhr aufstehen und um 7:10 Uhr haben wir unseren Liegeplatz in Aprilia Marittima für voraussichtlich 3 Monate verlassen. Es kam die übliche Motorfahrt aus der Lagune heraus. Aber als wir draußen auf dem Meer waren, war zuerst nicht an Segeln zu denken, denn der Wind kam zum einen zu schwach und dann genau aus der Richtung in die wir wollten. Aber Wind und Wetter waren uns wohl gesonnen. Am späten Vormittag drehte der Wind auf SW und blies mit 3-4 bft. Bei einem Windeinfallswinkel von ca. 35 Grad lief das Boot teilweise sogar mit über 7 kn. Hallejulia, die üble Schinderei am Unterwasserschiff hat sich doch gelohnt. Es ist eine Freude wie gut das Boot läuft. Auch unter Motor ist es deutlich spürbar, bei weniger Drehzahl maschiert das Boot prächtig.

 

 

April/Mai 2019

Bekanntlich kommt vor dem Vergnügen die Arbeit, was natürlich auch für die voilà!3 gilt. Nachdem das Boot jetzt fast drei Jahre im Wasser war, wurde eine Überholung des Unterwasserschiffs dringend erforderlich. Es kam so, wie es bei Arbeiten an einem Boot sehr oft der Fall ist. Die Arbeiten wurden wesentlich umfangreicher wie im Vorfeld angenommen. Es begann damit dass die Werft, die wir für die Unterwasserschiffarbeiten ausgewählt hatten, nicht erreichbar war, da sich eine Sandbank in der Zufahrt gebildet hat über die ich mit der voilà!3 nicht darüber fahren konnte. Also ging es zurück in unsere Heimatmarina um in der dortigen Cantieri (Werft) einen Platz für unsere Arbeiten zu bekommen.

 


Schnecken "satt"

Einen Tag später hing das Boot am Kran. War das eine Überraschung das Unterwasserschiff zu sehen. Wir hatten ja schon mit ordentlichem Bewuchs gerechnet, aber sooo?

Der Kiel war mit Muscheln und Schnecken überzogen, im Kühlwasserzulauf des Saildrives hatten sich Schnecken eingenistet und großflächige ist die Antifoulingfarbe abgeplatzt.

Der kräftige Hochdruckreiniger der Cantieri machte den Muscheln und Schnecken den Garaus. Wäre dieses Getier genießbar gewesen, hätten wir Muschelsuppe satt für die kommenden Monate gehabt  ;-)

 

 

 

 

 


Endlich ist der neue Epoxy Primer drauf

Jetzt ging die übliche Prozedur los. Zuerst wurden mit unserem kleinen Kärcher die losen Antifoulingschichten "abgekärchert". Offensichtlich war das dem Werftchef ein Dorn im Auge, Selbermachen in der Nähe von schönen Motorbooten - das geht ja gar nicht -. Also wurde unser Boot kurzerhand in die hinterste Ecke der Werft verlegt. Zumindest hatten wir dort unsere Ruhe und konnten fast ungestört am Boot arbeiten.

Anschließend wurde die letzte nicht mehr vollständige Schicht des Antifoulings mit einem Schaber abgekratzt und abgeschliffen. Dabei war es unvermeidbar dass an vielen Stellen die Primerschicht durchgeschliffen wurde und das Gelcode zum Vorschein kam. Also musste die Sperrschicht (Epoxy Primer) auf dem Gelcode neu aufgebaut werden. Zuvor wurden noch ein paar kleine Schäden am Gelcode behoben.

 


Der neue Faltpropeller

Zwei Schichten Antifouling, an kritischen Stellen drei Schichten, und das Unterwasserschiff ist wieder perfekt. Der Kiel wurde saniert und die wichtige Sikaflexnaht zwischen Kiel und Rumpf wurde ebenfalls komplett neu gelegt. Auch der Saildrive wurde neu mit Primer und Antifouling aufgebaut. Und der alte Festpropeller wurde durch einen Flexofold ersetzt.

Zu Guter letzt wurde der Rumpf im Überwasserbereich intensiv gereinigt, mit Polierpaste das aufgeraute Gelcode wieder glattpoliert und anschließend mit Hartwachs versiegelt.

- Das ist der Moment, an dem der Skipper zufrieden mit einem Lächeln auf den Lippen sich ein wohlverdientes Bier gönnt -

 

 

Nach über zwei arbeitsreichen Wochen konnte die voilà!3 endlich wieder ihrem angestammten Element übergeben werden.

 

- Der Segelsommer 2019 kann kommen! -

 


Alles wieder schön

2 Kommentare zu "Segelsommer 2019 mit der voilà!3"

  • SaRa

    17. Juni 2019 19:04 Uhr

    Liebe Maria, lieber Peter,
    wir sind schon ganz neidisch, aber immer auch neugierig auf den Block. Schön euch auf diese Weise zu begleiten. Habt eine schöne Zeit, bis bald mal wieder
    SaRa

  • Brigitte und Manfred

    15. Juni 2019 12:51 Uhr

    Halli, Hallo, liebe Maria und lieber Peter,
    Schön, dass ihr wieder auf Fahrt seid und wir wieder teilhaben dürfen. Wünschen euch eine gute Saison, viele tolle Begegnungen auf und unter Wasser, hiii. Vielleicht sehen wir uns ja bald wieder.
    Die allerliebsten guten Wünsche an euch beiden
    Eure Freunde Brigitte und Manfred von der Alb ra

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