Blog     veit-segelreisen

 

Liebe Segelfreunde, mit diesem Blog möchten wir Euch in loser Folge über die aktuellen seglerischen Aktivitäten informieren. Neben den hier ausgeschriebenen Törns berichten wir auch über das Segeln am Bodensee.


 

Grenada 2016/17

Mittwoch, 14. Dezember 2016 - in Karibik


Donnerstag, 22. Dezember 2016
Heute war ein langer Tag, Reisebeginn um 4:40 Uhr und um 0:45 Uhr plus 5 Stunden Zeitverschiebung beginne ich den Blog in der Koje in der Marina Port Louis auf Grenada zu schreiben.
Kaum haben wir den Flugplatz verlassen, hatten wir den Duft der karibischen Luft in der Nase und das Pfeifen der Frösche im Ohr -- wir sind angekommen.
Da am Boot doch noch ein paar Sachen zu reparieren waren und wir auch nicht sofort losstürzten wollten, haben wir uns für heute zu einer Grenada Inseltour entschieden. Ausgelaufen wird dann morgen in der Früh.

 

Freitag, 23. Dezember 2016
Nach dem Einkaufen der frischen Lebensmitteln haben wir mit "unserem" Fahrer einen Inseltrip mit seinem Van gemacht. Er führte uns zu dem Concord Wasserfall. Hier haben wir uns in dem Wasser am Fuße des Wasserfalls erfrischt. Ein junger Einheimischer zeigte uns wie man in den Wasserfall hineinspringt, was dazu führte dass zwei aus unserer Gruppe dies ihm nachmachten. Aber nicht von der vollen Höhe. Anschließend ging es in eine Schokoladen Manufaktur. Zuerst wurde uns die Herstellung von Schokolade erklärt und dann durften wir die dort unterschiedlichen produzierten Sorten kosten. Man, schmeckten die köstlich. Natürlich konnte dort diese Schokolade auch gekauft werden. Eine abenteuerliche Fahrt durch die verstopften Straßen Grenada's brachte uns wieder zum Boot zurück.

 

 

Samstag, 24. Dezember 2016
Heute geht es endlich los. Um 9 Uhr haben wir abgelegt und die Port Louis Marina verlassen. Draußen fuhren wir an dem Kreuzfahrtterminal vorbei. Dort lagen zwei große Kreuzfahrer und etwas weiter draußen der Touri - Viermaster "Med 2" des Club Med.
Zuerst haben wir zum Motor die Genua gesetzt, um wenigsten etwas gesegelt zu sein. Aber der Kurs lies es nicht zu und zum Kreuzen war die Zeit zu knapp, da wir ein Etmal von 43 sm uns vorgenommen hatten. Solange wir im Lee von Grenada waren, war die Welle nur vom Wind bestimmt. Als wir dann aber die berühmte Atlantikwelle zwischen den Inseln abbekamen und der Wind auch noch etwas zulegte und nicht daran dachte in eine für uns günstige Richtung zu drehen wurde ungemütlich. Am Schluss hatten wir bis zu 3m Welle. Um die Crew, und auch das Boot, nicht zu sehr zu quälen beschloss der Skipper nicht bis zum geplanten Union Island zu fahren sondern bog vorher in die Tyrrel Bay der Insel Carriacou ab. Alle waren froh, und somit verbringen wir den Hl. Abend in dieser schönen und ruhigen Bucht, obwohl sie doch mit Seglern recht voll war.

 

Sonntag, 25. Dezember 2016
Auf dem Weg nach Union Island haben wir vor Sandy Island den Anker geworfen. Sandy Island liegt nördlich der L'Esterre Bay von Carriacou und ist eine kleine Sandinsel. Auf der Innenseite befindet sich ein Riff mit sehr vielen Fischen und Korallen. Auf der Nordseite, an der die Wellen aus dem Karibischen Meer anrollen, liegt ein großer Wall mit angeschwemmten Korallen. Sandy Island selber ist von den Einheimischen liebevoll gepflegt. Unter Palmen haben sie niedlich angemalte Tische und Bänke zum Verweilen hingestellt. Da kann man es in der kräftigen Prise sehr gut aushalten.
Nach diesem kurzen Stopp ging es weiter nach Union Island. Auch diese Überfahrt war mit 6 - 7 bft anspruchsvoll. Die Wellen waren nicht mehr ganz so hoch wie am gestrigen Tag und haben die Genua, teilweise ausgerollt, als Stützsegel mitbenutzt. Am Ende der Überfahrt hatten wir eine spannende Einfahrt durch die Riffe in den Clifton Harbour. Gleich nach dem Riff haben wir von einem Bootboy eine Boje ergattert. Dort hört man das Rauschen des Riffs und sieht auch Brandung, ein herrlicher Platz.

 

Montag, 26. Dezember 2016
Nach dem Ablegen im Clifton Harbour haben wir am Lambi's Jetty noch unsere Wasservorräte, sowohl zum Waschen wie die zum Trinken, aufgefüllt. Danach ging es unter Motor mit Unterstützung der Genua in Richtungen der Tobago Cays. Auf dem Weg dorthin haben wir Maryeau auf seiner westlichen Seite passiert. Über den "Northern Channel" sind wir in die Tobago Cays eingelaufen. Durch die Passage zwischen Petit Rameau und Petit Bateau sind wir direkt zu einer Boje direkt am Turtle Bay der Insel Baratal gefahren.
Schon in Union Island hatten wir ein BBQ am Strand arrangiert zu dem wir um 18 Uhr mit dem Dingy gefahren sind, und das unter den karibischen Schauern. Am späten Abend sind wir zurück zum Boot und haben uns dort noch einen Absacker gegönnt.
Die Nacht war recht ruppig und unser Kat hat ganz ordentlich an seiner Boje gezerrt. Zum Teil hatten wir in den Böen bis zu 40 Knoten.

 

Dienstag, den 27. Dezember 2016
Heute sind wir zu der Insel Petit Tabac, diese liegt außerhalb des Hourse Shoe Riffs, gefahren. Nur war dort die Brandung und auch der Wind zu stark um den Anker für einen kurzen Stopp auszubringen. Unter Genau ging es mit achterlichen bis halben Wind bei 6 - 7 bft in Richtung Mayreau weiter. Eine kurze Kreuz brachte uns zur Salt Wistle Bay, eine kleine malerische Bucht im Nordwesten von Mayreau. Dort bekamen wir eine Boje recht nahe am Strand, wohl etwas nahe an einem Ankerlieger aber doch sicher. Es scheint so, dass es hier weniger Schwell gibt wie in der letzten Nacht, wir werden es sehen.
Diese Bucht lãd zum Schwimmen ein, denn der Strand sieht einfach sehr schön aus. Über einen kleines Stück Damm kommt man auf die Lufseite der Insel. Hier rollen herrlich die Wellen her und es rauscht wie in einer Brandung. Alle sind wir uns einig, das hier ist der schönere Teil der Togabo Cays. Getoppt wurde dies durch einen super gelungenen Kaiserschmarren, dessen Rosinen zuvor in nicht zu knapp Rum eingelegt waren.
Der Tag wurde durch ein gelungenes Abendessen an Bord mit Reggae Musik vom Strand beendet. Auch hier kann man am Strand sich mit einem BBQ von den Einheimischen verwöhnen lassen, was wir beim nächsten mal sicherlich ausprobieren werden.

 

Mittwoch, 28. Dezember 2016
Nach dem Frühstück mussten wir noch unbedingt an den Strand schwimmen um dort das klassische Bild mit der am Strand zum Meer gekippten Palme zu machen. Danach legten wir von der Boje ab und segelten mit zweifach gerefftem Groß und 50% eingerollter Genua in Richtung der Insel Canouan. Auch heute hatten wir Nordostwind mit durchschnittlich 6 - 7 bft. In den Böen waren es sogar bis 40 Knoten Wind.
In der Charlestown Bay fanden wir einen schönen Ankerplatz. Kaum hatten wir den Anker eingefahren, war schon ein Einheimischer mit seinem Boot bei uns um etwas zu verkaufen. Den von ihm angebotenen Lobster wollten wir nicht, aber er brachte uns später 6 herrliche Red Snapper.
Am Nachmittag ist die gesamte Crew mit dem Dingy an Land. Es ist immer wieder interessant wie diese Menschen leben. Wie sehen die Kirchen, Poststellen, Polizeistationen, der Friedhof aus. Auch konnten wir heute eine Beerdigung beobachten, die ganz anders wie bei uns zelebriert wird.
Zurück am Boot ging es an die Zubereitung des Fisches. Etwas außer Übung wurden die Fische geschuppt und ausgenommen, was aber ab dem 3. Exemplar wieder ganz gut von der Hand ging. Im Backofen wurden die Red Snapper gegart und anschließend mit Salzkartoffeln serviert. Dieses Abendessen war wieder ein Highlight.

 

Donnerstag, 29. Dezember 2016
Unter Segel haben wir heute den Anker gelichtet und dann sind wir wie gestern im zweiten Reff und 50% Genua losgesegelt. Heute waren es 1 Windstärke weniger Wind und das Segeln in Richtung Bequia war dadurch angenehmer. In der Passage zwischen Canouan hatten wir wieder die Atlantikwelle mit 2 - 3 Meter Höhe. So wurde uns mancher Meter Höhe den wir herausgesegelt hatten durch die Atlantikwelle, die uns immer wieder nach Lee versetzte, wieder abgenommen. Im Südosten von Bequia wurde die Friendship Bay angesteuert, nicht ohne vorher in der Düse zwischen Bequia und Isle A Quatre Böen mit bis zu 40 Knoten mitzunehmen. In der Friendship Bay angekommen, war der 3. Ankerversuch erfolgreich. Bevor die Sonne unterging, haben wir einen kleinen Landausflug gemacht. Dabei sind wir auf eine Baustelle von zwei Luxusvillen gelandet, die einen unglaublichen Blick über die Friendship Bay boten. Leicht konnten wir uns vorstellen hier einmal Urlaub zu verbringen.

 

Freitag, 30. Dezember 2016
Vor der Fahrt in die Admiralty Bay gab es einen kurzen Stopp im Lee von Petit Nevis. Dort befindet sich ein kleines Riff, welches um Schnorcheln einlädt. Vielleicht können wir hier einmal über Nacht Ankern, so schön ist der Blick auf den Strand und die Palmen. Nach diesem Schnorchelstopp ging es weiter unter gerefftem Groß und 75% Genua zur Admiralty Bay. Eine klassische Kreuz, auch hier mit Böen bis zu 7 bft, brachte uns bis fast an die Boje. Direkt vor dem Restaurant "Fig Tree", in der Nähe des Frangipani, hat uns ein Lokal eine Boje zugewiesen.
Nach dem klassischen Anleger gab es für die gesamte Crew Landgang der zum Tauschen von Geld und zum Vervollständigen unserer Vorräte genutzt wurde. Wie es der Zufalll wollte, haben wir beim Einkaufen Klaus betroffen, der mit einer anderen Crew ebenso in Karibik unterwegs ist. Klaus war mit uns an Ostern in Kuba beim Segeln.
Im "Black Pearl", in Sichtweite zu unserem Boot, sind wir zur Happy Hour eingefallen. Spontan haben wir dort uns das Essen für den kommenden Tag, Sylvester, reserviert.

 

Samstag, 31. Dezember 2016
Für den heutigen Landtag war eine Wanderung auf den Petty's Rock geplant. Nach Befragung von Einheimischen stellte sich heraus, dass diese Wanderung ohne Anfahrt mit dem Taxi und ohne Führer nicht zu uns passte. So machten 5 der Crew eine wunderschöne Wanderung am Strand entlang bis zur Lower Bay. Das 6. Crewmitglied brauchte etwas mehr Auslauf und machte eine größere Runde über verschlungene Pfade zu einem schönen Aussichtspunkt, von dem die Admiralty Bay von oben schön zu sehen war.
Der Rest des Nachmittags wurde mit Besorgungen verbracht.
Am Abend ging es in das Restaurant Black Pearl um dort den Übergang in das neue Jahr einzuleiten.

 


Feuerwerk in Bequia, Silvester 2016/17

Dieser freundliche Geselle bewachte unseren Anlerklotz an der Boje in Bequia.

Sonntag, 1. Januar 2017
Wie zu erwarten war, viel uns heute das Aufstehen etwas schwerer. Aber dennoch konnten wir um 10 Uhr von der Boje ablegen, denn heute lagen noch

30 sm vor uns. Mit achterlichem Wind, später ins erste Reff ausgerefft, rauschten wir in Richtung Tobago Cays. Dort angekommen haben wir in der Upper Bay von Mayreau einen Ankerplatz gesucht. Die Einfahrt war wieder einmal spannend, da wir einige Riffe passieren mussten. Am Ankerplatz angekommen waren doch zwei Versuche erforderlich, bis der Skipper zufrieden war. Nach dem Abtauchen des Ankers beschlossen wir zusätzlich den zweiten Anker auszubringen, was den Skipper noch mehr zufrieden stellte und für eine ruhige Nachtruhe sorgte.

 

Montag, 2. Januar 2017
In der letzten Nacht haben die beiden Anker super gehalten. aber nach dem Ankeraufmanöver musste der Skipper versprechen den Zweitanker nur noch im dringenden Fall auszubringen. 3 Mann musste ganz ordentlich sich ins Zeug legen bis der Zweitanker mit seine Kette wieder in der Vorpiek verstaut war. Zuerst unter Genua und später mit 2. Reff im Groß ging es bei Nordostwind mit bis zu 7 bft zur kleinen Sandinsel Mopion. Am Riff vor Mopion konnten wir den Anker ausbringen und haben mit dem Dingy zur Insel übergesetzt. Mopion ist maximal 30 Meter lang und ca. 10 Meter breit und es steht ein einzelner Strohsonnenschirm darauf. Gegen später haben wir zur Privatinsel Petit St. Vincent verholt. Nach einem sündhaft teuren Cocktail an der Strandbar haben wir den Abend an Bord ausklingen lassen. Auch heute hatten wir wieder einen fantastischen Sternenhimmel. Es gibt nicht schöneres als vorne im Netz des Katamarans zu liegen und Sterne zu schauen.

 

Dienstag, 3. Januar 2017
Ganz früh legten wir ab und fuhren nach Union Island um dort aus den "St. Vincent und Grenadiens" auszuklarieren. Nach dem Frühstück ging es in Richtung Süden. Eigentlich in die falsche Richtung, das heißt zurück zur Charterbasis :-(
Zuerst hatten wir guten Wind, wie gewohnt aus Nord - Ost mit 5 - 6 bft, so dass wir zum ersten Mal ausgerefft segeln konnten. Kurz vor Grenada hat der Wind uns verlassen und der Essowind musste ran. Kurz vor der Dämmerung haben wir am Moliniere Point die letzte freie Boje ergattert. Hier ist ein Unterwasserpark angelegt, den wir Morgen erschnorcheln wollen.

 

Mittwoch, 4. Januar 2017
Heute war ausschlafen, gemütlich frühstücken und Schnorcheln angesagt. Am Moliniere Point wurde eine kleine Unterwasserlandschaft mit Statuen angelegt, welche gerne von Tauchschulen und diversen Ausflugsschiffen angefahren wird. Leider war das Wasser etwas trüb, weshalb die Statuen nicht so gut sichtbar waren.
Kurz vor Mittag haben wir von der Boje abgelegt und noch zum letzten Mal sind wir durch die Bucht von St. George's gesegelt. Mit 5 -7 bft aus Ost bis Südost hatten wir noch einen herrlichen seglerischen Abschluss. Teilweise kletterte die Logge bis auf 9,4 Knoten. Kurz vor der Einfahrt in die Marina mussten wir doch noch ein Reff in das Groß einbinden, so heftig kamen die Böen von den Berghängen hinter St. George's heruntergefegt.
Nach dem Auftanken, Einklarieren für Grenada, Boot auschecken und dem ersten Packen haben wir uns mit dem Taxi zu einem guten Restaurant fahren lassen. Dieses wurde uns von einem Mitarbeiter der Charterbasis empfohlen. Keiner von uns wurde enttäuscht. Somit hatte unser Törn auch kulinarisch einen sehr guten Ausgang.

 

Donnerstag, 5. Dezember 2017

Heute ist der Tag des Törns, den sich keiner wirklich wünscht, die Rückreise. Mit Wehmut haben wir diese angetreten, aber mir sehr vielen positiven Erinnerungen. Es war ein wunderschöner Törn.

 

Resümee

14 wunderschöne Segeltage haben wir in der Karibik erlebt. Mit ordentlich Wind und Welle sind wir von Grenada bis Bequia und wieder zurück gesegelt. Unterwegs haben wir sehr schöne Buchten und Strände erleben dürfen. Das Highlight war der Jahreswechsel in Bequia. Hier konnten wir zusammen mit vielen anderen Seglern und auch Einheimischen den Übergang in das Jahr 2017 zelebrieren. Genauso haben wir aber auch die einsamen und ruhigen Buchten genossen.

236 Seemeilen haben wir mit unserem komfortablen Katamaran "Manatee" zurückgelegt. Manchmal hätten wir uns einen Einrumpfer gewünscht, denn ein 38 Fuß Katamaran ist bei bis zu 40 Knoten Wind und 2-3 Meter Welle doch etwas zu zappelig. Da liegt ein 50 Füßer Mono doch ruhiger im Wasser. ... das nächste Mal ;-)


2 Kommentare zu "Grenada 2016/17"

  • Claudia

    1. Januar 2017 17:52 Uhr

    liebe Karibikreisende
    Wir wünschen Euch weiter ganz tolle Segeltage. Geniesst Sonne, Meer und grüsst die Karibik von uns. Wir haben Kontrastprogramm und staunen bei Minusgraden über die Nordlichter, den Schnee und die Polarnacht.
    lieben Gruss an alle Claudia & Thomas

  • Ralf

    1. Januar 2017 17:39 Uhr

    Hallo Maria, Hallo Peter,

    wir wünschen euch ein gutes und erfolgreiches neues Jahr 2017 und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel!
    Grüsse aus dem sonnigen schneearmen Brandnertal wünschen Martina, Ralf, Marco und David!

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