Atlantiküberquerung 2012

 


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Go West

Ein lang ersehnter Wunsch geht in Erfüllung. Am 18. November 2012 laufen wir mit einer German Frers 60' aus der Marina Santa Cruz (Teneriffa) aus. Wir, unser Skipper Georg, 2 Pärchen und weitere 3 Einzelpersonen, haben uns 2 Monate vor dem Törn zum Kennenlernen getroffen und die Atlantiküberquerung besprochen. Einige aus der Crew sind ein paar Tage vor dem Törn angereist um das Boot für die Fahrt fit zu machen und die Einkäufe zu erledigen.

 

Am Abend vor dem Auslaufen haben wir in Santa Cruz ausgiebig den Abschied gefeiert, bevor wir am 18. November um 10 Uhr die Leinen losgeworfen haben.

Es war ein ergreifendes Erlebnis die Silhouette Teneriffa's langsam hinter sich zu lassen und nach vorne die Weite des Atlantiks zu erahnen.

 

Zuerst haben wir einen kräftigen Schlag in Richtung Kapverden gemacht um den berühmten Passatwind zu treffen. Ca. 100 Seemeilen nördlich der Kapverden sind wir dann "rechts abgebogen" und haben die Hauptrichtung 270 Grad in Richtung Karibik eingeschlagen. Nur dieser Passatwind wollte sich nicht so recht einstellen. Oftmals mussten wir einen kräftigen Schlag nach Süden oder Norden machen, um wieder eine zeitlang unter Passatbedingungen segeln zu können.

 

Unterwegs trafen/sahen wir nur 3 Segelboote und 2 große Frachtschiffe. Eines davon, wie könnte es auch anders sein, auf Kollisionskurs. Dabei handelte es sich um einen der größten Frachter, den wir mit sicherem Abstand an seinem Heck passiert haben.

 

Entgegen weitläufiger Meinungen wurde es uns nie langweilig. Zum einen war jeder (außer dem Skipper und Schiffskoch/Arzt) in den Wachdienst eingebunden. D.h. nach 4 Stunden Wache folgten 8 Stunden Freiwache. Und zum anderen sorgten die vielen Eindrücke, kleinere (manchmal auch größere) Arbeiten an Bord und die Kameradschaft innerhalb der Crew für Kurzweiligkeit.

 

Immer wieder haben wir mitten auf dem Atlantik Vögel gesehen. Unglaublich wie weit die fliegen können. Einmal hat sich sogar ein Silberreiher für eine Nacht auf unserem Heckkorb ausgeruht. Gerne haben wir ihm diese Mitfahrgelegenheit gewährt. Auch wurden wir immer wieder von Delphinschulen besucht. Immer wenn die Delphine spielerisch um unser Boot schwammen, war die gesamte Crew versammelt um dieses Schauspiel zu genießen. Vor Teneriffa haben wir sogar die Flosse eines Wals gesehen.

 

An Wind hatten wir so ziemlich alles; von 0 bis 8 Beaufort. Einmal hatten wir auf der halben Strecke zwischen den Kontinenten 3 Tage Flaute, die wir für einen Badestopp nutzten. Baden mitten auf dem Atlantik ist schon etwas besonderes.

 

Ein ganz besonderes Erlebnis ist das Segeln bei Nacht, unter Vollmond mit dem Passatwind in der gewünschten Stärke. Leute, das macht süchtig!!

 

Nach jeden 100 Seemeilen wurde die Temperatur gefühlt wärmer. Die warmen Sachen blieben in den Spinten, das Bettzeugs wurde auf "Sommerbetrieb" umgestellt und der Sonnenschutz wurde immer mehr zum Thema. Somit wurden die vielen Regengüsse erträglich.

 

Für den Landfall hatten wir Barbados ausgewählt. Am 9. Dezember 2012 haben wir einen Fregattvogel gesichtet, Barbados kann nicht mehr so weit entfernt sein. Irgendwie will sich der Atlantik von uns verabschieden, das mit viel Wind und Regen. Was soll das uns sagen?

 

In der Nacht vom 10. auf den 11. Dezember 2012 hatten wir unseren Landfall auf Barbados. Wir sind bei voller Bewölkung mit Radarunterstützung in die Carlisle Bay eingelaufen und haben den Anker geworfen. Was folgte war eine unbeschreibliche Erlösung, Freude und natürlich haben wir an Bord Party gefeiert. Das haben wir uns verdient!

 

Auf Barbados haben wir Wasser und Diesel gebunkert und sind dann mit einem Nachtschlag nach St. Lucia zu den Pitons weitergesegelt. Dort haben wir den ersten richtigen Landgang gemacht und dabei den Vulkan besichtigt. Weiter ging es über die Marigot Bay, vorbei an der Rodney Bay nach LeMarin auf Martinique. Hier wechselte ein Teil der Crew.

 

Für mich ging die Reise weiter. Meine Frau Maria kam auf das Boot nach und wir verbrachten 3 weitere, herrliche und unvergessliche Wochen in den Windward Islands.

 

Am Ende dieses Törns war ich 7 Wochen auf dem Boot und habe 3.403 Seemeilen im Kielwasser gelassen. Geblieben sind unvergessliche Momente, eine neue Sicht auf das Leben und neue Freunde.

 

Atlantik und Karibik, ich komme wieder!

 

 

     

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